Das Energiehaus der Zukunft

Die Öl-, Gas- und Strompreise steigen – Energieeinsparmaßnahmen und Rahmenbedingungen verbessern sich!

Das Energiehaus der Zukunft als Neubau oder sanierter Altbau:

Die Entwicklung energiesparender Gebäudetypen verlief in den letzten Jahrzehnten, ausgehend von wenig ehrgeizigen Bauvorschriften, über die Energieeinsparungsverordnung (EnEV 2002) und Pilotprojekte von umweltbewussten Vorreitern in folgenden Richtungen:

Niedrigenergiehäuser mit unterschiedlichem Standard (KfW-60, KfW-30, usw.), Passivhäuser, Nullenergiehäuser und Energieüberschusshäuser (z.B. Plusenergiehaus; Energiehaus).

 
Diese Weiterentwicklungen wurden als Neubauten oder durch Sanierung von Altbauten durch fortschrittliche Architekten und Baufachleute entwickelt, konnten aber bisher keine ausreichenden Marktanteile erreichen.

 
APR-Berater Diether Sieghart hat durch Planung und Betreuung industrieller Bauten (zwischen 1964 und 2004), die Planung des eigenen Wohnhauses (1971) und durch Ermittlung der Energieeinsparpotenziale bei APR-Klienten nach der ersten Ölkrise (1973) die Entwicklung dieser Technologien auf dem Bausektor laufend verfolgt und bei Klienten mit unzureichender Kapitalausstattung auch kostengünstige Zwischenlösungen zum Einsparen von Energie und zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen entwickelt und realisiert.

 
In den letzten Jahren unterstützte er den Erfinder eines dezentral einsetzbaren Lüftungsgerätes mit Wärmerückgewinnung, der dafür einen bayerischen Umwelt- und Energiepreis (2006) bekam und gab den Anstoß zu einem Forschungs- und Entwicklungsprojekt für Haustypen, die ohne konventionelle Heizung durch Verzicht auf Heizanlagen, Räume für Heizung und Öltank, Kamine, Rohrleitungssysteme und große Warmwasserspeicher sowohl im Bezug auf die Baukosten, als auch bei laufenden Kosten und Folgekosten durch intelligente Bauweise und Haustechnik (Smart-Low-Tech) wirtschaftlicher werden sollten, als bisher realisierte Gebäude.

 
Diese neuen Gebäude sollen darüber hinaus mehr Energie erzeugen, als für den Eigenbedarf benötigt wird, wobei der Energieüberschuss ins Netz eingespeist oder für die eigene Mobilität genutzt werden kann (Elektroauto, Hybridauto).

 
Bei ausreichenden Stückzahlen sollten diese neuen Gebäudetypen preisgünstiger als konventionelle Bauten herstellbar sein, von wesentlich besserer Positionierung bei den Lebensdauerkosten (Lifecycle-Cost = LCC) ganz abgesehen.

Die dafür auszuwählenden Materialkombinationen und Haustechnikkomponenten sollen auch für die energetische Sanierung von Altbauten geeignet sein.

 
Das Konzept steht. Einige Details müssen durch das Forschungs- und Entwicklungsprojekt berechenbar und beweisbar gemacht werden. Für andere Details gibt es interessante Lösungsansätze, die noch überprüft oder optimiert werden müssen.

In Abstimmung mit den an diesem Forschungsprojekt beteiligten Architekten, Bauexperten und einem Forschungsinstitut, wird einerseits nach Investoren, Bauträgern und Zulieferern geeigneter Baumaterialien und Haustechnikkomponenten gesucht und andererseits nach Bauherren, Bauträgern, Architekten und Bauingenieuren, die später an den Ergebnissen dieser Forschungsarbeit partizipieren wollen.

Gesucht werden weiterhin Partner für einen Erfahrungsaustausch zu Detailproblemen, u.a. für Zwischenlösungen zur Altbausanierung für Eigentümer mit geringer Kapitalausstattung.